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Der Grundgedanke.

Repertory Grid basiert auf einer einfachen, aber kraftvollen Idee: Menschen konstruieren ihre Wirklichkeit selbst. Sie nutzen feine Bedeutungsachsen – etwa „authentisch vs. inszeniert“ oder „nah vs. distanziert“ –, um Angebote, Marken oder Situationen einzuordnen. Diese Denklogik ist hochindividuell. Genau hier setzt Repertory Grid an: Die Methode macht diese inneren Unterscheidungen sichtbar, statt sie durch vorgegebene Skalen zu überdecken.

Wie funktioniert Repertory Grid ?

Die Methode folgt einem klaren, strukturierten Ablauf:

1. Elemente definierenMarken, Produkte, Arbeitgeber, Rollen oder strategische Optionen – je nach Fragestellung.

2. Triaden vergleichenDrei Elemente werden gleichzeitig betrachtet. Die Befragten entscheiden: Welche zwei sind sich ähnlicher – und wodurch unterscheidet sich das dritte?

3. Konstrukte gewinnenAus diesen Vergleichen entstehen die relevanten Gegensatzpaare. Nicht der Forscher legt sie fest, sondern der Mensch, der beurteilt.

4. Vertiefen (Laddering)Im nächsten Schritt wird präzisiert: Was genau bedeutet dieses Kriterium? Warum ist es wichtig? Was passiert, wenn es fehlt?

5. Muster sichtbar machenDie gewonnenen Bedeutungsachsen werden zu einem Konstrukt-Raum verdichtet – einer klaren Landkarte der Denklogik einer Zielgruppe oder eines Teams.

Warum ist Repertory Grid heute so relevant ?

Märkte sind komplexer geworden, Erwartungen vielfältiger, Entscheidungen fragmentierter. In diesem Umfeld reicht es selten, nur „Likes“, Ratings oder Imagewerte zu betrachten.

Repertory Grid schafft Orientierung, weil es:

  • Bedeutung statt Meinung erfasst
  • echte Unterscheidungslogiken sichtbar macht
  • Muster und Hebel identifiziert, die in klassischen Befragungen verborgen bleiben
  • qualitative Tiefe und analytische Klarheit verbindet
  • Strategien, Marken und Kulturthemen präzise anschlussfähig macht

Wo wirkt Repertory Grid besonders gut ?

Marken & KommunikationMan sieht klar, entlang welcher Achsen Zielgruppen Marken unterscheiden – und welche Botschaften wirklich andocken.

Employer Branding & HRStatt diffuser Kulturbegriffe entstehen präzise Kriterien dafür, was als vertrauenswürdig, unterstützend oder attraktiv erlebt wird.

Organisation & FührungTeams, Rollenbilder oder Veränderungsinitiativen lassen sich anhand der tatsächlichen Bedeutungslogiken ausrichten.

Strategie & ZukunftsbilderTop-Teams gewinnen Transparenz darüber, entlang welcher Denkachsen über Optionen entschieden wird – eine wichtige Voraussetzung für stimmige Entscheidungen.

Die Stärke der Methode - Orientierung durch Bedeutung

Repertory Grid beantwortet nicht die Frage „Wie gut ist etwas?“, sondern: „Welche Bedeutung hat es – und warum genau?“

Damit wird sichtbar, was Menschen wirklich leitet. Und genau das schafft Orientierung in einer Welt, in der Daten reichlich vorhanden sind, Klarheit aber selten ist.