In vielen Unternehmen wurde interne Kommunikation lange als „Mitarbeiterzeitung plus Intranet-News“ verstanden. Nett, wichtig – aber eher Begleitmusik.
Heute ist sie zur strategischen Führungsaufgabe geworden: Sie soll Orientierung geben, Veränderung erklären, Kultur entwickeln, Leistung ermöglichen – und im Idealfall sogar Sinn stiften.
Gleichzeitig rutschen die Kennzahlen zur Bindung nach unten. Der aktuelle Gallup Engagement Index Deutschland 2024 zeigt:
Parallel dazu klagen Kommunikationsprofis über einen massiven Overload. Der PR-Trendmonitor 2025 zeigt:
Und eine weitere Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der Befragten sich generell von der Informationsflut unter Druck gesetzt fühlt. VBLportal+1
Das Bild dahinter:
Es mangelt nicht an Botschaften – es mangelt an Relevanz, Struktur und Resonanz.
Ein zusätzlicher Knackpunkt: Die Belegschaft ist heute viel heterogener – fachlich, kulturell, räumlich und hinsichtlich der Nutzung von Kanälen.
Aktuelle Studien zur internen Kommunikation zeigen unter anderem:
Damit wird klar: Standardbotschaften im Broadcast-Modus greifen zu kurz.
Wer Resonanz erzeugen will, muss die unterschiedlichen Kommunikationswirklichkeiten im Unternehmen ernst nehmen – vom Außendienst bis zum Entwicklerteam.
Zielgruppenrelevante interne Kommunikation heißt dann zum Beispiel:
Wenn man das Konzept „Resonanz“ ernst nimmt, geht es um mehr als Reichweite oder Klickzahlen. Resonanz entsteht, wenn Kommunikation eine Saite trifft, die bei Mitarbeitern ohnehin schon da ist:
Dafür muss eine Organisation verstehen, wie Mitarbeiter sie wahrnehmen:
Klassische Mitarbeiterbefragungen liefern hierfür wichtige Signale. Noch mehr Tiefe entsteht, wenn man die mentalen Modelle der Belegschaft sichtbar macht – also die Begriffe, Bilder und Kriterien, mit denen Mitarbeiter über Führung, Zusammenarbeit, Change und Kommunikation sprechen.
Hier setzen qualitative und hybride Ansätze an insbesondere unserem Repertory-Grid-basierten Verfahren mit dem sich solche Bedeutungsräume strukturiert erfassen und in Kennzahlen übersetzen lassen.
So entsteht eine „innere Landkarte“ der Organisation, auf deren Basis interne Kommunikation wirklich zielgruppenrelevant und resonanzfähig ausgerichtet werden kann.
Interne Kommunikation steht heute im Stresstest: Sie soll Orientierung geben, Change tragen und Kultur erlebbar machen – in einer Arbeitswelt, die gleichzeitig komplexer und lauter geworden ist.
Wer in diesem Umfeld Resonanz erzeugen will, braucht vor allem zwei Dinge:
Dann wird interne Kommunikation vom Info-Ticker zum Resonanzraum – und aus „Begleitmusik“ wird ein echter strategischer Hebel.